Mai 4 / ND Strupler

Dienende Leiterschaft

Niemand führt andere, indem er ihnen einen Schlag versetzt – das ist Körperverletzung, aber kein Führungsstil. Dwight D. Eisenhower

Dienende Leiterschaft ist heutzutage eines der beliebtesten Leiterschaftsmodelle. Das Konzept wurde 1970 von Robert K. Greenleaf entwickelt. Dienende Leiter dienen den Menschen, die von ihnen geführt werden. Das bedeutet, dass die Leiterschaft einen Sinn in sich selbst hat und nicht nur ein Mittel ist, um den Zielen oder Gewinnen einer Organisation zu dienen.

Was zeichnet einen dienenden Leiter aus?

Hingabe

Er dient den Bedürfnissen der Mitglieder seiner Organisation mit Hingabe. Ein dienender Leiter schaut von sich selbst weg und sieht das größere Ganze.

Fokus

Sein Blick ist auf die Bedürfnisse der von ihm geführten Menschen gerichtet. Ein dienender Leiter sieht die Menschen, nicht nur den Job.

Förderung

Er fördert seine Mitarbeiter und bringt das Beste in ihnen zum Vorschein. Das Potenzial in Anderen zu entdecken ist die Leidenschaft eines dienenden Leiters.

Betreuung

Er betreut Andere und ermutigt sie, das Bild, das sie von sich zeigen, zu verändern. Es ist die Aufgabe eines dienenden Leiters, anderen Menschen dabei zu helfen, ihr wahres Ich zu entdecken.

Unterstützung

Er unterstützt die Menschen, die mit ihm zusammen arbeiten, in ihrem persönlichen Wachstum. Andere Menschen wachsen zu sehen ist das Herzstück dienender Leiterschaft.

Zuhören

Er hört den Menschen, die von ihm geführt werden, zu. Feedback ist das beliebteste Werkzeug eines dienenden Leiters.

Gemeinschaft

Er fördert die Gemeinschaftsbildung. Ein Wir-Gefühl in seiner Organisation zu etablieren ist das Ziel eines dienenden Leiters.

Dienende Leiter werden als erfolgreich angesehen, denn sie kümmern sich um die Bedürfnisse ihrer Mitarbeiter. Sie helfen ihnen dabei, ihr volles Potenzial zu entfalten und dadurch effektiv zu arbeiten. Die große Stärke dieses Leiterschaftskonzeptes ist, dass es uns davor bewahrt, in einen eigennützigen oder unterdrückenden Leitungsstil zu verfallen. Im Gegenteil: Es bringt Leiter dazu, nach immer neuen Wegen zu suchen, wie sie diejenigen, die ihnen unterstellt sind,  noch besser wertschätzen und motivieren können.

Dienende Leiter sind selbstlos.

Der selbstlose Leiter ist bereit, seinen eigenen Hals zu riskieren, um das Richtige zu tun. Dies ist wahre Leiterschaft, wie sie Martin Luther King lebte, der für das einstand, woran er glaubte und es dafür in Kauf nahm, verhaftet und sogar getötet zu werden

Ein wahrer Leiter sucht nicht nach Einigkeit – er formt sie. Martin Luther King, Jr.

Selbstverständlich sind viele Berufstätige ebenso selbstlos, ohne Leiter zu sein – viele Ärzte und Krankenschwestern zum Beispiel. Es sind also nicht nur Leiter, die selbstlos sind. Selbstlosigkeit ist immer auch da möglich, wo man nicht dient.

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